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Süße Schokolade?

Es stand in der Süddeutschen: Auch der Schokoladehersteller Mars verpflichtet sich, etwas gegen die schlechten Bedingungen der Kakaobauern in der Elfenbeinküste zu tun.

Wie sich wohl inzwischen herumgesprochen hat, schmeckt Schokolade gut, tut Gutes für die Gesundheit, ist preiswert bis billig, wird aber überwiegend unter Bedingungen angebaut, die mit Menschenwürde nicht vereinbar sind (s.a. auf dieser Website: Süß und bitter). In den letzten Jahren hat es mehrere zum Teil heuchlerische und demonstrative Aktionen der Schokoladenhersteller gegeben, die Arbeitsbedingungen der Kakaofarmer zu verbessern und die ausbeuterische Kinderarbeit zu beenden.

Die Kritiker der Schokoladenkonzerne werfen diesen vor, für die schlechten Lebensbedingungen, insbesondere in Afrika, mitverantwortlich zu sein. Mars hat jetzt eine Absichtserklärung mit der Regierung von Elfenbeinküste unterzeichnet, worin die Firma sich verpflichtet, die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Bedingungen der Kakaobauern zu verbessern. Begonnen werden soll mit einem Pilotprojekt. Bis zum Jahre 2020 will Mars nur noch Schokolade aus nachhaltigem und zertifiziertem Anbau verarbeiten.

Wie kommt es zu diesem Sinneswandel? Die Erträge im Kakaoanbau werden seit Jahren immer geringer. Ursachen sind: Auslaugung der Böden, Überalterung des Baumbestandes, Schädigung der Monokulturen durch Krankheiten. Wegen der schlechten Preise für Kakao auf em Weltmarkt konnten die Bauern diese Entwicklung nicht verhindern. Ähnliche Projekte gibt es auch bei dem Schweizer Herstelle Callebaut. Es ist ganz offensichtlich im eigenen Interesse der Konzerne, die Bedingungen des Kakaoanbaus entscheidend zu verändern und den Anteil des fair gehandelten Kakaos massiv zu erhöhen. Dieser liegt zur Zeit unter einem Prozent.

Man kann hoffen, dass solche Bilder dann der Vergangenheit angehören.

 Quelle (u.a.): Süddeutsche Zeitung vom 10./11. April 2010

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